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Ganztagesbetreuung
Da
unsere Einrichtung eine Tagesstätte mit 35 Ganztagsplätzen
und einer Hortgruppe ist, hat die Ganztagesbetreuung eine besondere
Bedeutung. Den Kindern, die den ganzen Tag bei uns sind, möchten
wir eine möglichst heimische Atmosphäre bieten. Deshalb
essen die Kinder mit ihren jeweiligen Gruppenerzieherinnen in
ihren Gruppenräumen. So können Tischmanieren eingeübt
und Gespräche bei Tisch geführt werden. Dabei erzählen
die Kinder viele Dinge, die ihnen wichtig sind, und die in der
Großgruppe oft unter gehen.
Das Essen wird von einer Hauswirtschaftskraft täglich frisch
zubereitet. Sie beachtet Lebens-mittelallergien und kann auf
Wünsche der Kinder eingehen. Es besteht ein intensiver
Kontakt zwischen ihr und den Kindern.
Nach dem Mittagessen gehen einige Kinder schlafen, die anderen
beschäftigen sich nun ruhiger. In dieser Zeit haben sie
die Möglichkeit sich auszuruhen und zurückzuziehen.
Es werden Bilder-bücher gelesen, gepuzzelt und die Erzieherin
kann dem einzelnen Kind mehr Aufmerksamkeit widmen.
Auch am Nachmittag bleiben die Kinder, wenn möglich in
ihren Gruppen, besuchen sich aber auch gerne gegenseitig.
Später wird noch einmal ein kleiner Imbiss gereicht.
Es
ist uns wichtig, dass die Kinder, die viele Stunden bei uns
verbringen, sich wohl und geborgen fühlen. [zurück]
Hortgruppe
Die
Hortgruppe ist in einem Raum des Gemeindehauses untergebracht.
Die Schulkinder haben dort eigene Toiletten und die Möglichkeit
auch die anderen Räumlichkeiten zu nutzen.
Zusätzlich können sich die Schulkinder in die Räume
der Kindertagesstätte zurückziehen und dort mit den
anderen Kindern spielen.
Die Kinder der ersten und zweiten Klassen essen um 12.00 Uhr,
die Kinder der dritten und vierten Klassen um 13.00 Uhr in den
Räumen der Kinder-tagesstätte zu Mittag.Am späteren
Nachmittag reichen wir den Kindern nochmals einen kleinen Imbiss,
der gemeinsam eingenommen wird. Bei jeder Mahlzeit ist uns wichtig,
dass die Kinder Tischmanieren und Umgangsformen einüben.
Sie haben die Möglichkeit gemeinschaftlich durch Gespräche
den Schulalltag zu verarbeiten. Nach dem Mittagessen beginnen
die Kinder mit den Hausaufgaben. Die Erzieherinnen leisten dabei
Hilfestellung und kontrollieren diese. Die letzte Verantwortung
bezüglich der Vollständigkeit und Richtigkeit liegt
bei den Eltern.
Danach können die Schulkinder die Zeit frei gestalten,
wobei sie die Möglichkeit haben an Angeboten teilzunehmen.
Da die Hortkinder in den Räumen der Kindertagesstätte
essen, spielen und auch dasselbe Außengelände nutzen
wie die Kin-dergartenkinder, verlierensie nicht den Kontakt
zu jüngeren Kindern und zu den anderen Erzieherinnen. Auch
bei Festen und Feierlichkeiten wird die Hortgruppe mit einbezogen
und wirkt aktiv mit. Sie ist ein Bestandteil der Einrichtung
und in diesem Sinne auch integriert. An schulfreien Tagen, sowie
in den Ferien finden unterschiedliche und abwechlungsreiche
Aktionen und Ausflüge statt. Dabei nehmen die Kinder aktiv
an der Gestaltung teil. So wird der Besuch in der Einrichtung
in der Ferienzeit zu einer Besonderheit. Wir achten bei unserer
Arbeit darauf, dass die Kinder Selbständigkeit und Selbstsicherheit
entwickeln.
Wir befähigen die Kinder sich mit Gleichaltrigen selbständig
auseinanderzusetzen, Regeln auszuhandeln und Lösungen für
Konflikte zu finden. Sie sollen Mittel und Wege der konstruktiven
Konfliktlösung kennen und ihre eigene Position vertreten
lernen.
Die Erzieherinnen sehen sich auch als Schützer, Helfer
und Berater der Kinder. Die Informationsweitergabe an Eltern
erfolgt mündlich, über Handzettel und das Hausaufgabenheft.
Wir bieten allen Eltern regelmäßig Elterngespräche
an, weiterhin finden Elternabende statt. Es ist uns wichtig,
dass die Eltern den Überblick über die schulischen
Leistungen ihrer Kinder behalten. Deshalb halten wir die Eltern
dazu an, die Haus-aufgaben nochmals zu kontrollieren und mit
den Kindern zu lesen bzw. für Arbeiten und Tests zu üben.
Im Rahmen unserer Tätigkeit im Hort ar-beiten wir auch
mit der Grundschule zusammen.[zurück]
Geöffnete
Kindergartengruppe
Zur
Zeit haben wir in unserer Einrichtung eine geöffnete Kindergartengruppe
mit 25 Plätzen, davon sind fünf bis sechs Plätze
für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr. Diese Gruppe ist
mit einer zusätzlichen halben Stelle bestetzt. Die Eingewöhnung
der Zweijährigen erfolgt in Anlehnung an das Berliner Modell,
das heißt zunächst bleiben die Eltern mit im Gruppenraum
bzw. im Kindergartenge-bäude, bevor nach einigen Tagen
der Ablösungsprozeß behutsam und individuell gestaltet
wird. Wir achten darauf, dass ganztägig den Kindern vertraute
Erzieherinnen (Bezugserzieherinnen) in der Gruppe sind. So soll
ihnen der Einstieg in den Kindergartenalltag erleichtert werden.
In einem Nebenraum haben die Kleinen die Möglichkeit, sich
aus dem Großgruppengeschehen zurück zu ziehen. Dort
befindet sich altersgerechtes Spielmaterial. Das Mittagessen
nehmen die Kleinen nach Bedarf schon um halb zwölf mit
einer Erzieherin ein, da danach die Schlafsituation gestaltet
wird. Unsere Ziele sind das Zurechtfinden der Kleinen im Kindergartenalltag
und in der Gruppe, sowie die Entwicklung von Selbständig-keit
und Selbstsicherheit. Die größeren Kinder übernehmen
dabei eine Vorbildfunktion. Sie stehen als sogenannte „Paten“
den kleinen in verschiedenen Situationen zur Seite. Für
die Arbeit mit den Zweijährigen spielt die intensive Eltern-arbeit
eine besondere Rolle. In Aufnahmegesprächen werden Besonderheiten
sowie eventuelle Vorerfahrungen besprochen. Da die Einge-wöhnungsphase
individuell gestaltet ist, ist ein ständiger Austausch
mit den Eltern notwendig. Die Eltern werden auch über Fortschritte
oder Probleme und das allgemeine Verhalten regelmäßig
informiert.[zurück]
Freispiel
Das
Spielen selbst gehört zur kindlichen Entwicklung und ist
damit im Kindergarten von großer Bedeutung.
In der Freispielzeit entscheidet das Kind selbst, mit wem, was,
womit, wo und wie lange es spielen möchte. Das Kind hat
in diesem Zeitraum die Möglichkeit, Erlebnisse auf verschiedene
Weise zu verarbeiten, indem es z. B. nach einem Arztbesuch Bilder
malt, Rollenspiele durchführt etc. Das Freispiel bietet
für uns Erzieher die Chance, die Kinder genau beobachten
zu können und so ihre momentane Lebenssituation mit all
ihren Interessen, sozialen Beziehungen etc. zu verfolgen bzw.
kennen zu lernen. Somit versteht es sich von selbst, dass die
Freispielzeit zu jedem Kinder-gartentag dazu gehört.[zurück]
Wahrnehmung
Wahrnehmung
ist der Ausgangspunkt für die kindliche Erfahrung der Welt
und seiner selbst.
Zur
Wahrnehmung gehören unter anderem:
die
Aufnahme der verschiedenen Reize durch die Sinnesorgane;
die
Weiterleitung der verschiedenen Reize zum Gehirn;
die
Speicherung des Wahrgenommenen in den entsprechenden sensorischen
Zentren;
das
Vergleichen der Reize mit dem bisher Wahrgenommenen;
die
Verarbeitung der Reize, das richtige Einordnen in die bisherigen
Erfahrungen und Handlungen;
die
Kontrolle über die erfolgte Rückmeldung der eigenen
Reaktion.
Lustlosigkeit,
Zurückgezogenheit, Passivität, Kontaktschwierigkeiten,
Sprachunlust, Koordina-tionsschwierigkeiten, überaus starker
Bewegungsdrang, Konzentrationsschwächen und noch vieles
mehr sind Signale, welche auf eine gestörte Wahrnehmung
hindeuten können. In unserer Einrichtung ist es uns ein
großes Anliegen, die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder
durch unterschiedliche Angebote zu fördern.
Dazu
gehören die Förderung der:
Grob-
und Feinmotorik
Sinne
Gesprächsbereitschaft
Sprachfähigkeit
Selbstsicherheit
des Selbstwertgefühls
[zurück]
Sprache
Die
Sprache begegnet uns überall. Sie ist das Mittel zur Verständigung.
Das Kind benutzt die Sprache im ersten Lebensjahr. Zuerst spricht
es einzelne Wörter nach. Später werden mehrere zusammenhängende
Wörter daraus, bis schließlich ganze Sätze entstehen.
Hier im Kindergarten begegnen die Kinder der Sprache im täglichen
Miteinander. Die Sprachförderung erfolgt auch bei der Betrachtung
von Bilderbüchern, bei Fingerspielen, bei Gesprächskreisen,
beim Singen, bei Kreisspielen, etc.
In unserer Einrichtung achten wir darauf, dass jedes Kind die
Möglichkeit bekommt, sein Mitteilungsbedürfnis auch
auszuleben, dass die Kinder sich gegenseitig aussprechen lassen
und möglichst in ganzen Sätzen kommunizieren. Die
Sprache ist ein wichtiges Instrument, um vielseitige Fähigkeiten
der Kinder auszubauen, z. B. die Konfliktfähigkeit, die
sozialen Kontakte, etc. [zurück]
Zottel
Sprachentwicklung
ist ein Prozess der viele Faktoren beinhaltet. Um sprechen zu
lernen muss ein Kind möglichst viele sinnliche Erfahrungen
machen. Der entscheidende Abschnitt für den Spracherwerb
liegt zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr.
In unserer Einrichtung findet gezielte Sprach-förderung
mit den vier bis fünfjährigen statt. Zum Einsatz kommt
hierbei das Förderbilderbuch „Zottel“. (Als
Vermittler zwischen uns Erzieher und den Kindern dient unser
kleiner Bär Zottel.)
In diesem Bilderbuch werden viele unterschiedliche Themenbereiche
der Kinder angesprochen, die zu einer fortlaufenden Geschichte
miteinander verknüpft sind. Die erfolgreiche Arbeit mit
dem Bilderbuch hängt davon ab, in wieweit sich die Kinder
mit dem Bären identifizieren können.
Am Anfang steht der Körper. Die Kinder vergleichen die
Bärenfigur mit dem eigenen Körper und setzen die Pappeteile
des Bären zusammen.
Angesprochen wird:
die
Körperwahrnehmung
Formkonstanz
durch das Legen der Körper-teile
fehlende
Teile erkennen
Sozialerziehung:
“so bin ich“
Annehmen
des eigenen Körpers
erste
Identifikation mit Zottel
So
kann das Kind seine Umwelt handelnd erleben. Das Buch wird schrittweise
dazu eingesetzt die Sinnesfähigkeit der Kinder anzuregen.
Durch viele Gesprächskreise wird die Sprechfreude der Kinder
geweckt, der sprachliche Aus-druck gefördert und der Wortschatz
erweitert.
Die „Zottelgruppe“ ist eine Kleingruppe, so dass
mehr Zeit für den einzelnen bleibt. Dadurch wer-den Beziehungen
hergestellt, was eine wichtige Voraussetzung in der Sprachförderung
ist.
Die Sprachförderung in unserer Einrichtung ist kindorientiert
und dialogorientiert.
Da wir nach jeder Stunde reflektieren und die kommende Stunde
planen können wir auf die Entwicklung und Situation der
einzelnen Kinder und der Gruppe eingehen. [zurück]
Bewegung
Bewegung
fördert eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung.
Die Förderung der motorischen Fähigkeiten bedeutet
auch Förderung der Lernbereitschaft in anderen Gebieten.
Ausreichende Bewegung trägt zu einer harmonischen Gesamtentwicklung
des Kindes bei. Durch Bewegung erobert das Kind seine Umwelt,
gewinnt vielfältige Erfahrungen, lernt Ausdrucksformen
kennen und nimmt sich selbst und seine Umwelt besser wahr.
In unserer Einrichtung unterstützen wir dies durch gezielte
Bewegungsangebote, wie Turnen (unsere Einrichtung verfügt
über einen gut ausgestatteten Turnraum), Spaziergänge,
Bewegungsspiele etc.
Im
Kindergartenalltag lassen wir dem natürlichen Bewegungsdrang
des Kindes möglichst ausreichend Raum, indem wir unser
Außengelände auch bei weniger schönem Wetter
nutzen. [zurück]
Künstlerische Ausdrucksformen
Das
künstlerische Gestalten nimmt eine zentrale Stellung in
den Bildungs- und Entwicklungsprozessen der Kinder ein.
Beim Erkennen und Verstehen der Umwelt beschreiten Kinder eigene
Wege und verwenden dabei die unterschiedlichsten Mittel.
Indem Kinder malen, basteln, Rollenspiele und Musik machen und
auch Experimentieren, setzen sie sich aktiv mit ihrer Umwelt
auseinander.
Dabei verarbeiten sie ihre Erlebnisse und gestal-ten ihre Eindrücke.
Intensive Wahrnehmung, sinnliche Erkundung und eigenes kreatives
Handeln der Kinder sind untrennbar in unserem Kindergarten miteinander
verbunden. Durch Bereit-stellung verschiedener Materialien (Stifte,
Papier, Kleber oder auch Kleiderkiste, Musikinstrumente usw.)
in den einzelnen Spielbereichen haben die Kinder die Möglichkeit
ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen.
Die
Arbeiten der Kinder werden nicht bewertet, sondern als individueller
Eindruck gesehen. Durch den ständigen Umgang mit den verschiedensten
Materialien wird die Entwicklung feinmotorischer Fähigkeiten
gefördert.
Auch im täglichen Rollenspiel zeigt sich ein elementares
Bedürfnis, Erlebtes im Spiel auszudrücken. Rollenspiele
findensehr häufig statt, ob in der Puppenecke, der Bauecke
oder bei den Waldtagen, immer bietet sich die Möglichkeit
zum Darstellen unterschiedlichster Eindrücke und Situationen.[zurück]
Religiöse
Bildung
Wir
als prot. Einrichtung begegnen unserer Welt und Umwelt als Schöpfung
Gottes, und es ist unsere Aufgabe diesen Glauben vorzuleben.
Die Kinder unserer Einrichtung kommen mit dem gelebten Glauben
in direkter Berührung durch das vertraut werden mit täglichen
Gebeten, z.B. vor dem Essen, und dem Begegnen des christlichen
Jahreskreises.
Mit dem Feiern der christlichen Feste und dem Mitwirken an Familiengottesdiensten
verfolgen wir das Ziel, dass die Kinder sich selbst und andere
Kinder als Geschöpfe Gottes anzusehen und trotz aller Unterschiede
die Zusammenge-hörigkeit zu entdecken.
Zudem hören die Kinder hier von grundlegenden biblischen
Geschichten, wie denen von Schuld und Vergebung, Geschichte
der Schöpfung, und der Liebe Jesu zu den Kindern und Benachteiligten.
Religiöse Bildung heißt für uns aber auch unterschiedliche
Formen von Glauben und Religion wahrzunehmen. Die Feste und
Rituale aus fremden Kulturkreisen kennen zu lernen, und Zugänge
zur Wirklichkeit zu finden durch Begegnungen, Staunen, Stille
und verschiedene Formen elementarer Meditation (z.B. Naturerfahrungen
oder Horchen auf innere Bilder und Phantasien im Anschluss an
Geschichten).[zurück]
Gestaltung
von Beziehungen
Es
ist uns wichtig, dass die Kinder in unserer Kindertagesstätte
eigen-ständig und selbstverant-wortlich handeln.
Sie
erlernen somit notwendige Handlungskompetenzen im Umgang mit
anderen Menschen. Zu den Grundlagen für ein menschenwürdiges
Miteinander gehört auch die Unantastbarkeit der Würde
eines jeden Menschen.
Die
Stärkung des Selbstbewusstseins und die Achtung anderer
spielt dabei eine große Rolle. Für die Arbeit mit
den Kindern bedeutet dies z.B. das Aufstellen von Regeln und
diese immer wieder zu hinterfragen, Grenzen zu akzeptieren,
die Fähigkeit Konflikte selbstständig zu lösen,
sich über Gefühle und Bedürfnisse klar zu werden
und diese zu äußern, den anderen zu respektieren.
Dies geschieht mit Hilfe von unterschiedlichen Spielen, Gesprächen
und dem Einüben von Umgangsformen.[zurück]
Interkulturelles
und interreligiöses Lernen
In unserer Einrichtung treffen sich Menschen unterschiedlicher
Nationalitäten, Religionen und sozialer Herkunft.
Dadurch haben die Kinder hier die Möglichkeit diese Unterschiede
wahrzunehmen und einen offenen, neugierigen Umgang damit zu
erlernen.
Sie entwickeln ein Interesse an anderen Kulturen, Sprachen und
Religionen und werden sich dabei ihrer eigenen Herkunft bewusst.
So können sie das Zusammenleben als selbstverständlich
erleben und unterschiedliche Kulturen wertschätzen.[zurück]
Mathematik,
Naturwissenschaften und Technik
Kinder
stoßen in ihrem Alltag ständig auf Zahlen, Mengen
und geometrische Figuren.
Das natürliche Interesse der Kinder kann durch den spielerischen
Umgang mit mathematischen Inhalten gefördert werden. Der
Umgang mit Zahlen war und ist für die Menschen zur Verständigung
unerlässlich. Mathematik, Naturwis-senschaft und Technik
gehören zum menschlichen Zusammenleben.
In täglichen, praktischen Situationen erfahren die Kinder
die Idee vom Hinzufügen und Wegnehmen. Im Leben addieren
wir ständig, wenn wir z.B. zwei Gruppen von Gegenständen
zusammenbringen. Wir zählen, um die Gesamtzahl heraus-zubekommen,
z. B. wer hat mehr - wer hat weniger Legosteine.
Spiele, bei denen man Sachen gewinnen oder verlieren kann, bieten
Kindern innerhalb eines kurzen Zeitraums reichlich Gelegenheit
zu addieren und wegzunehmen. Wenn solche Spiele in einer Großgruppe
passieren, haben die Kinder die Mög-lichkeit zu beobachten,
wie Erwachsene und ältere Kinder Additionen und Subtraktionen
durchführen.
Des Weiteren geben wir Kindern die Möglichkeit aus den
Bereichen Natur, Physik und Technik Experimente durchzuführen.
Dies geschieht mit dem Ziel gemeinsam Fragen zu stellen und
nach Antworten zu suchen, um ein Bewusstsein für naturwissenschaftliche
und technische Zusammenhänge zu fördern.[zurück]
Naturerfahrung
und Ökologie
Wir
wünschen uns, dass die Kinder eine positive Beziehung zur
Natur aufbauen, um später verantwortungsvoll mit ihr umgehen
zu können. Denn die Natur braucht uns nicht, aber wir sie.
In den vielfältigen Erfahrungen mit Pflanzen und Tieren
wird das Bewahren und Erhalten des natürlichen Gleichgewichtes
der Natur konkret erlebt und erfahren. Der sorgsame Umgang mit
der, endlichen Ressourcen ist uns wichtig.
Unsere
Kinder erhalten vielfältige Gelegenheiten:
bei echten und intensiven Naturbegegnungen die biologische Vielfalt,
die Annehmlichkeiten und die Schönheit der Natur zu erleben;
natürliche
Lebenszyklen von Tod und Vergehen, Keimen und Wachsen zu erfahren;
Dies
geschieht bei Projekten und Experimenten im Kindergarten, wie
auch bei Spaziergängen und Ausflügen, bei denen wir
auf Entdeckungstour gehen.[zurück]
Körper/Sexualität
Nicht
nur für uns Erwachsene, sondern auch für die Kinder
selbst ist es interessant die Ent-wicklung des Körpers
zu beobachten. Das natür-liche Interesse der Kinder am
eigenen Körper erstreckt sich von der gesunden Entwicklung,
über Krankheiten, bis hin zur kindlichen Sexualität.
Dabei ist es wichtig, die Kinder für ihren Körper,
ihre Gesundheit zu sensibilisieren. Im natürlichen, liebevollen
Umgang mit dem eigenen Körper entwickeln die Kinder ein
bejahendes Körpergefühl.
Im Kindergarten lernen die Kinder gesundheits-erhaltende Maßnahmen
kennen, wie z. B. die Ernährung, die Bewegung, die Entspannung
etc.
Des Weiteren haben Kinder ein Recht auf Geborgenheit, Nähe,
Sehnsucht, nach Verstehen und Verstandenwerden. Die Sexualität
beinhaltet diese Bedürfnisse, und somit gehört diese
zu jedem Menschen in jeder Lebensphase dazu. Jün-gere Kinder
zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr fangen an die Unterschiede
der Geschlechter festzustellen. In dieser Lebensphase wird nicht
nur der Unterschied zwischen Mann und Frau wahrgenommen, sondern
auch die eigene Person nicht mehr beim Vornamen genannt, sondern
als “Ich” bezeichnet. Zu Beginn der Kindergartenzeit
werden dann die Doktorspiele interessant, und so wird der eigene
und der Körper anderer in Ruhe untersucht.
Auch dabei ist es wichtig den Kindern zu vermitteln, dass sie
jederzeit über ihren Körper entscheiden können,
sie das Recht haben “Nein” zu sagen, und dass niemand
das Recht hat ihrem Körper Schaden zu zufügen.
In unserer Einrichtung achten wir darauf, dass die Kinder auch
Rückzugsmöglichkeiten haben, indem sie in den gruppenexternen
Bereichen spielen können. So stehen die Kinder nicht immer
unter der direkten Aufsicht des Erziehers.
Wenn die Kinder einen natürlichen Umgang mit dem eigenen
Körper vorgelebt bekommen, unge-zwungen ihre kindliche
Sexualität ausleben dürfen und mit Fragen nicht alleine
bleiben, sind große Voraussetzungen für eine gesunde
Ent-wicklung diesbezüglich gegeben.[zurück]
Gesundheit
und Ernährung
Gesunde
Kinder erleben ihre Gesundheit unbe-schwert als Gegebenheit.
Leider sind aber ge-sundheitliche Einschränkungen und Allergien
keine Besonderheit mehr. In unserer Einrichtung erhalten die
Kinder die Gelegenheit gesunde und ausgewogene Ernährung
kennen zu lernen. Auch die verschiedenen Unverträglichkeiten
oder Allergien werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
Dies ist ohne große Umstände umsetzbar, da wir alles
selbst zubereiten. Bei dieser Form der Zubereitung ist es auch
möglich auf besondere Vor-lieben und Wünsche der Kinder
einzugehen. Um die Kinder auch aktiv in die Speiseplangestaltung
mit einbeziehen zu können hat jedes Geburtstagskind die
Möglichkeit sich ein Mittagessen zu wünschen.
Unsere Speiseplanung orientiert sich an der ausgewogenen Zusammensetzung.
Hauptkomponenten sind daher Kartoffeln, Nudeln und Reis. Bei
der Auswahl von Gemüse und Salat berück-sichtigen
wir regionale und saisonale Angebote. Natürlich gibt es
auch Fleisch. Dies beziehen wir von einem ortsansässigen
Metzger. In unserem Speiseplan kommt dies ein bis zweimal die
Woche vor. Für die wichtige Versorgung von Jod gibt es
einmal pro Woche ein Gericht mit Fisch. Zur Ergänzung der
Hauptspeise wird täglich ein Nachtisch gereicht. Dieser
besteht entweder aus Obst oder einem Milchprodukt. Ein Nachtisch
rundet das Mittagessen ab. Danach geht es zum Zähneputzen,
was den Kindern auch die Notwen-digkeit der Mundhygiene und
Zahnpflege näher bringt. Zum Mittagessen gibt es auch immer
ein Getränk, entweder Wasser oder Tee.
Um den Kindern noch weiter die Wichtigkeit von gesunder Ernährung
zu erklären, gibt es an verschiedenen Nachmittagen Kochprojekte.
Dabei lernen sie den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Es
wird Gemüse geputzt und geschält, und verschiedene
Zubereitungen praktisch aus-geführt. Es wird auch zusammen
gebacken.
Zur
Weihnachtszeit die geliebten Plätzchen, zu Ostern die Hasen
und zwischendurch mal einen Kuchen. Für die Kinder ist
das eine wichtige Erfahrung, um zu lernen, dass auch fremde
Lebensmittel schmackhaft zubereitet werden können.
Und jedes Kind hat Spaß am Kochen und Backen. Damit die
Kinder auch mal sehen, wann in unserer Region welches Obst oder
Gemüse geerntet werden kann, fahren wir auch mal mit ihnen
z. B. in ein Erdbeerfeld. Dabei kann man ihnen wunderbar erklären,
dass es für alles eine bestimmte Zeit gibt.
Durch solche Aktionen bekommen unsere Kinder eine ganz neue
Einstellung zur Ernährung.
Die
Kinder erhalten in unserer Einrichtung die Gelegenheit auch
andere Gesundheit erhaltende Maßnahmen kennen zu lernen.
Dazu gehören selbstver-ständlich auch unsere vielseitigen
Angebote zur Bewegungserziehung.
Des
Weiteren sind unsere Kinder täglich auf unserem, für
Kinder ansprechenden Außengelän-de, beschäftigt.
Jahresbezogene Spaziergänge gehören in unserer Einrichtung
zu unserem Alltagsgeschehen.[zurück]
Medien
Ziel
unseres Kindergartens ist es, den Kindern die Wahrnehmung der
Welt mit allen Sinnen zu ermöglichen. Diese wird durch
Sinneserfahrungen wie z.B. Augen, Ohren, Geruch, Tasten und
Geschmack, erfolgen. Da die Medien Erfahrungs-räume der
Kinder darstellen und zu einer moder-nen Lebenserfahrung gehören,
haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Kinder auf einen souveränen
Umgang mit den Medien vorzubereiten. Dazu stehen uns themenbezogene
CDs, Dias, Computer zur Verfügung.[zurück]
Waldtage
Die
Waldtage bieten den Kindern in hohem Maße ein entdeckendes
Lernen. Sie haben die Gelegenheit, frei nach ihren Vorstellungen
zu konstruieren, zu entdecken, zu forschen, zu entwickeln. Sie
können im Mai vier Wochen lang an einem Projekt im Wald
arbeiten oder sich immer neuen Aufgaben zuwenden.
“Menschen,
die als Kinder die Natur staunend wahrgenommen haben, werden
im späteren Leben lebendig denken und forschen”!
Hans Friedrich Jaenicke
Wir
möchten unsere Kinder auch erfahren lassen, dass verantwortliches
Handeln in Natur und Umwelt als Bestandteil menschlicher Existenz
notwendig ist.
Wir möchten einer evtl. Kindergartenmüdigkeit entgegensteuern,
die sich nach drei Jahren schon einmal einstellen darf.
Außerdem
bieten die Waldtage noch mehr Lerneffekte in verschiedenen Bereichen:
Verhalten
im Straßenverkehr: wir laufen eine große Strecke
durch das Dorf bis wir unser Waldstück erreichen
Packen des Rucksacks, Überblick über seine Dinge (Vorbereitung
auf die Schule)
Verantwortlichkeit für andere Kinder und fremden Besitz
übernehmen, (z.B. den Hänger führen)
soziale
Fähigkeiten sind gefragt (z.B. Frühstück teilen,
bei einer Verletzung ein Pflaster leihen, usw.)
sich in einer Gruppe in ungewohnter Umgebung anpassen zu können
und seinen Platz darin zu finden, evtl. neue Freundschaften
zu schließen
die Selbstsicherheit stärken
Lernen aus praktischen Erfahrungen in der Natur
Selbständigkeit ist gefragt (z.B. beim An- und Ausziehen)
Zuverlässigkeit wird geübt (z.B. beim Entfernen vom
Lagerplatz in Sicht- und Hörweite voneinander)
Neugier wird geweckt und ist somit die Vor-stufe zum Forschen
und Lernen
v Sachwissen wird unbewusst mit Spiel und Spaß vermittelt
sicherlich
gibt es noch einiges mehr, was uns jetzt nicht einfällt….
und
letztendlich wollen wir durch viel Bewegung unseren ganzen Körper
fordern und fördern, so wünschen wir uns, dass allen
Beteiligten Spaß und Freude an diesem Projekt immer treue
Begleiter sind.[zurück]
Naturerlebnistage
Auch
mit den vier bis fünf jährigen unternehmen wir Naturtage.
Um diese von den Waldtagen ab-zugrenzen nennen wir sie „
Natur-Erlebnis Tage“. Diese Tage werden je nach Wetter
und Personalsituation ausgewählt.
Bei diesem Angebot wird besonders die Sinneswahrnehmung gefördert,
vor allem der Gleichgewichtssinn (laufen auf unebenem Boden
und Klettern), aber auch der Tastsinn (anfassen von verschiedenen
Materialien) oder der Hörsinn (wir achten besonders auf
die verschiedenen Geräusche).
In der Natur erfahren die Kinder Ruhe vom hektischen Alltag.
Sie spielen ohne vorgefertigte Materialien was natürlich
die Kreativität fördert.
In einer veränderten Umgebung zeigen die Kinder
auch teilweise veränderte Verhaltensweisen. Somit sehen
wir Erzieherinnen das Kind aus einem anderen Blickwinkel und
können es somit noch besser kennen und verstehen lernen.
Dieses Angebot findet gruppenübergreifend statt. Die Kinder
haben die Möglichkeit sich von ihrer Stammgruppe zu lösen,
um sich anderen zu öffnen.
Das wichtigste ist uns, dass die Kinder ein positives Verhältnis
zur Natur bekommen. Als Er-wachsene sollen sie sie schützen
und erhalten für ihre eigenen Kinder. Dies wird nicht funktionieren
wenn sie keine pos. Erfahrungen damit gemacht haben.[zurück]
Förderung
der Schulanfänger
Der
Schulanfang stellt im Erleben des Kindes in vielerlei Hinsicht
einen entscheidenden Einschnitt dar. Deshalb ist es unsere Aufgabe
den Kindern den Übergang
Kindergarten - Grundschule
so einfach wie möglich zu gestalten.
In regelmäßigen Abständen werden Kinder ab dem
5. Lebensjahr, in Kleingruppen vereint und ihnen schulische
Aufgaben übertragen. Die Inhalte der Aufgaben fördern
die soziale und emotionale Kompetenz des Kindes und unterstützen
seine Kreativität, Wahrnehmungs- und Denk-fähigkeit.
Kinder entwickeln im Schulalter ein zunehmendes Bedürfnis
nach Selbständigkeit und Eigenver-antwortung. Gegen Ende
ihrer Kindergartenzeit verstärkt sich der Kontakt zur Schule
immer mehr. Gegenseitige Besuche stehen an, und die Kinder erhalten
erste Kontakte zu ihren zukünftigen Lehrern.
Wir stimmen den Übergang zur Schule gemeinsam mit unserer
Grundschule ab.[zurück]
Beobachten
und Dokumentieren
Die
Beobachtung ist ein wichtiger Bestandteil der Aufgabe des Erziehers.
Über sie gewinnt der Erzieher Einblick in Spielverhalten,
in Spielbe-dürfnisse und in die momentane Lebenssituation
des Kindes. Anhand von Beobachtungen kann man den Entwicklungsstand
des Kindes erfahren. Der Erzieher erkennt Stärken, Schwächen
und Defi-zite und kann diese durch seine pädagogische Arbeit
ausgleichen und fördern.
In unserer Einrichtung werden Beobachtungen in bestimmten Abständen
dokumentiert. Wir können durch diese Dokumentationen Entwicklungsverläufe
festhalten. Sie dienen auch als Grundlage für regelmäßig
stattfindende Elterngespräche. Den Eltern wird dadurch
der Entwicklungsstand aus einer anderen Perspektive vermittelt.[zurück]
Pädagogische
Arbeit zum Herunterladen 
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